Hey
Wie schon erwähnt, lasse ich mir meine Zähne korrigieren.
Ich hasse echt Zahnärzte und allgemein Ärzte und ich glaube in den letzten 19 Jahren war ich erst einmal alleine beim Zahnarzt. Mein normaler Zahnarzt gibt mir für alles (selbst Zahnreinigung) Lachgas (btw das ist echt teuer und man muss es immer extra zahlen).
Nun ist es aber so, dass ich einen zu schmalen Kiefer habe und darum viel zu wenig Platz und mein Unterkiefer ist zu kurz. Lasse ich es jetzt nicht korrigieren werden meine Zähne falsch abgenutzt und ich hätte später Probleme. Darum habe ich mich dazu entschlossen es korrigieren zu lassen. Ein weiterer Grund ist, dass es die IV (Invalidenversicherung) bezahlt, da ich zu früh geboren wurde. Die zahlt aber nur bis ich 20 bin, also noch ein Jahr.
Mein Kieferorthopäde ist echt witzig und er hat einen grossen Vorteil. Normalerweise muss man ständig Abdrücke machen. Dass ist echt unangenehm und ich habe dazu noch einen extremen Würgereiz. In der Praxis gibt es aber eine super Alternative. Er hat nämlich eine Kamera und macht damit einen digitalen Abdruck. Dieser kann er dann trotzdem ausdrucken und hat so ein Modell.
Ich habe das gegoogelt, denn gerade bei Patienten mit Würgreiz ist dieses Verfahren echt super.
Die digitale Abformung: angenehm und exakt
Wie muss sich der Patient die digitale Variante vorstellen?
Die Zähne werden mit einer Oralkamera aufgenommen!
Das Verfahren ist für den Patienten fast berührungsfrei. Die Kamera kann mann jederzeit aus dem Mund des Patienten nehmen, falls sich doch z.B. ein Würgereiz einstellen sollte. Keine unangenehmen Abdrucklöffel mehr im Mund.
Der digitale Abdruck verursacht keine Veränderung der Zahnstellung und schafft beste Voraussetzungen für eine optimale Passung der Restauration (Genauigkeit von 20 Mikrometer). Der Zahnarzt ist auf der sicheren Seite, denn die Bilddaten erscheinen unmittelbar nach der Aufnahme auf seinem Monitor, er kann sie kontrollieren und gegebenenfalls sofort nacharbeiten. Er erkennt sofort auf seinem Bildschirm all was dem Zahntechniker erst bei der herkömmlichen Abformung nach dem Herstellen des Modells auffällt. Besonders beeindruckend ist die Schnelligkeit und Präzision des Systems.
Mit der Einführung der digitalen Abdrucknahme können beim Zahntechniker in Zukunft Arbeitsschritte – von der Modellherstellung bis zum Gerüst – jetzt digitalisiert durchgeführt werden.
Die Zukunft ist digital!
Quelle: http://www.zahnarzt-dr-valvekens.de/leistungen/digitale-abformungen.html
Als erstes wurden mir kleine Gummibänder im Oberkiefer vor und hinter die beiden vorletzten Zähne gesteckt. Das hat kaum 10 Minuten gedauert. Ich war alleine(!) beim Zahnarzt und hatte null Probleme.
Doch meine Freude hielt nicht lange.
Sollte es weh tun, essen Sie etwas kaltes. Eis ist immer gut. Sollte es schlimmer sein, nehmen Sie etwas gegen Kopfschmerzen. Da hielt ich meinen Kieferorthopäden noch für übervorsichtig. Immerhin hat es garn nicht weh getan. Ich bin also nach Hause (es war kurz vor 12) und habe Nudeln gemacht. Kauen war dann doch nicht sooo toll aber es ging. Also zurück zur Arbeit.
Und so gegen 14 Uhr fing es dann an. Es war wie ein pochender Schmerz. Ich konnte nichts beissen, hatte einen ständigen Druck und konnte mich kaum konzertieren.
Ich hatte diese Dinger etwa eine Woche drin und in dieser Zeit konnte ich echt kaum essen.
So kleine Bänder und doch hatte ich solche Schmerzen.
Man sah dann auch bald warum. Ich habe die am Montag erhalten und am Mittwoch war ich wieder beim Zahnarzt. Er hat sie dann kurz rausgenommen, denn er wollte so Metallringe über meine Zähne ziehen. Er hat dann auch so einen Abdruck gemacht, ehe er die Bänder wieder eingesetzt hat. Den Abdruck habe ich jetzt zu Hause und da sieht man, dass die Bänder in nur 2 Tagen einen rechten Abstand freigedrückt haben.
Danach trug ich sie nochmal eine Woche.
Dann bekam ich nämlich einen Gaumenspreizer. Auch damit bin ich gleich arbeiten gegangen. Ich hatte aber echt viel Speichel im Mund. Trinken ging kaum, essen sowieso nicht und sprechen konnte ich auch nicht. Ich habe undeutlich gesprochen und gesabbert. Meine Kolleginnen haben mir aber geholfen und all meine Anrufe entgegengenommen. Konzentrieren konnte ich mich zwar auch kaum, da ich ständig mit der Zunge über das Ding gefahren bin, doch irgendwie habe ich den Tag überlebt.
Ich habe das Schätzchen jetzt schon einige Zeit und ich kann sagen: I HATE IT!
Ich darf voll viel nicht essen und muss ständig Zähneputzen. Keine Äpfel, keine Energydrinks, keine Chips, kein Popkorn, keine Schokolade, nichts hartes, .... Man merkt erst, wie viel man isst, wenn man nicht mehr kann. Ich habe echt abgenommen, weil Snacks für mich gestorben sind. Anfangs hatte ich immer Hunger, denn durch den Spreizer essen ich langsamer und habe ja immer etwas im Mund. Dadurch ist man schneller satt oder meint es zumindest.
Sprechen geht nicht immer gleich gut aber bereits viel besser. Trinken ist auch wieder möglich. Nur Essen ist noch scheisse und Speichelfluss ist halt auch noch nicht normal.
Aber am meisten nerven mich die Tage unterwegs oder in der Berufsschule. In der Mensa gibt es nichts, dass ich essen kann, also muss ich etwas mitnehmen und alles zum Zähneputzen muss ich auch mitnehmen.
An meinem Geburtstag konnte ich ja noch nicht mal mein Lieblingsessen und meinen Lieblingskuchen essen...
am Montag ist dann meine OP. Mein Oberkiefer wird geschwächt und mir werden Zähne gezogen, damit der Spreizer arbeiten kann. Von dem habe ich echt angst....
Love,
Mandy